Reif für die insel
Anschliessend verfiel er in eine tiefe Depression, weil es mit dem nächsten Programm, an dem er schon seit längerem herumgeknorzt hatte, einfach nicht vorangehen wollte. Bis zu dem denkwürdigen Abend in Tübingen, als nach einer mässig besuchten Vorstellung sein Kollege Klaus Birk, der kurz im besagten Buch geblättert hatte, ihm selbiges unter die Nase hielt und meinte: "Du bist ein Löli*, da hast Du doch ein neues Programm!"
Dazu Überschall: Wenn mich nicht alles täusht, bin ich der erste Kabarettist, der ein neues Programm geschreiben hat, ohne es zu merken. OK, das ist leicht übertrieben, weil ich mich für die Bühnenfassung noch einmal ganz schön ins Zeug gelegt habe. Ich halte es für das beste meiner bisherigen fünf Programme, nicht zuletzt deshalb, weil ich mich zum 1. Mal "coachen" liess, und zwar von niemand geringerem als Klaus Birk und Holger Paetz, denen es gemeinsam gelungen ist, den sexuellen Overkill durch gutes Zureden zu verhindern und die einige der besten Pointen beigesteuert haben.
